Pietzschwitz: Ein tragischer Unfall ereignete sich auf der A4 zwischen Görlitz und Dresden in der Nacht zum 1. Weihnachtsfeiertag. Zwischen den Anschlussstellen Salzenforst und Uhyst am Taucher kam gegen 2:15 Uhr der Fahrer eines Kleinbus von der Fahrbahn ab und prallte ungebremst gegen ein Brückengeländer. Dieses bohrte sich durch die Front des Fahrzeuges und quer durch den Fahrerraum, bis in die zweite Sitzreihe. Der Fahrer des Kleinbus wurde bei dem Unfall so schwer eingeklemmt, dass es knapp eine Stunde dauerte, diesen durch die Kameraden der Feuerwehren Patientengerecht aus dem Fahrzeug zu befreien. Mehrere Dutzend Einsatzkräfte waren vor Ort. Insgesamt saßen 9 Personen in dem Fahrzeug, 5 davon wurden schwer verletzt, 4 leicht. Eine Person musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

Während die Kameraden der Berufsfeuerwehr Bautzen sowie von den Freiwilligen Feuerwehren aus Salzenforst und Kleinwelka dem Rettungsdienst tatkräftig unter die Arme griffen und die Autobahn ausleuchteten, wurden zusätzlich die Freiwilligen Feuerwehren aus Göda und Prischwitz alarmiert. Betriebsstoffe flossen die Brücke hinab auf eine Verbindungsstraße zwischen Pietzschwitz und Zischkowitz. Trümmerteile lagen ebenfalls großflächig verteilt, was auch noch ein Mal die Wucht des Aufpralls wiederspiegelte. Neben den zahlreichen Kameraden der Feuerwehren waren 8 Rettungswagen, drei Notärzte sowie ein Rettungshubschrauber vor Ort. Die Polizei sicherte die Spuren an der Unfallstelle. Die A4 ist in Fahrtrichtung Dresden weiterhin voll gesperrt. Der Verkehr wird am Ratzplatz Oberlausitz von der Autobahn durch das THW des Ortsverbandes Bautzen abgeleitet. Alle Schutzengel des Landkreises waren bei den 9 Insassen ebenfalls im Einsatz. Währe das Fahrzeug einen halben Meter weiter rechts gefahren, wäre es mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Auch, dass das Brückengeländer sich genau zwischen dem Fahrer und Beifahrer durch die Fahrerkabine bohrte, war riesiges Glück.

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